K2GO

Ausgangslage:

Wir leben in einer Ära des optimierten mobilen Lifestyles, wo Zeit zum Luxusgut wird. Der Weg zur Arbeit, Uni oder Schule kommt da gerade recht, um mit einem „nebenbei“ konsumierten Heißgetränk-to-go die persönliche Zeitbilanz aufzubessern. Täglich werden in unseren Gemeinden tausende Becher befüllt – Lebensdauer 10 min, Endstation Restmüll. Alleine die Mensa der FH- Kufstein verbraucht täglich mehrere tausend Becher. 

In vielen deutschen Städten hat sich bereits ein Becherpfandsystem etabliert. In Österreich hinkt man dieser umweltschützenden Maßnahme noch hinterher. In Wien, Graz und Linz gibt es bereits Bestrebungen, jedoch noch keine umfassende Umsetzung. (derStandard: Österreichs Städte wollen Einwegbecher eindämmen; 07/2017) 

Ein praktisches Pfandsystem spart Müll und Ressourcen. Mehrweg wird für alle, die viel unterwegs sind und nicht auf ihr Lieblingsgetränk verzichten möchten, die logische Entscheidung sein. 

Zielsetzung:

Die Region KUUSK wird mit der Einführung eines Mehrweg-Kaffebecher-Systems ein starkes Statement gegen die Umweltverschmutzung und für ein nachhaltiges Handeln gesetzt. Der schicke Mehrwegbecher wird zum sichtbaren Symbol der Nachhaltigkeit in der Region und verbessert Schluck für Schluck die Sauberkeit der Gemeinden. Dabei wird ein Mehrwert geschaffen, der Umwelt, Betrieben, Konsumenten und den Gemeinden dienlich ist. So wird beispielsweise weniger Müll produziert und außerdem Rohstoffe gespart. Für Betriebe stellen sich die Becher als eine attraktive Werbegelegenheit dar, welche zu einer Imageaufwertung führen. Zusätzlich fallen Kosten für die Einwegbecher weg. Die Gemeinden profitieren dabei von dem verringerten Abfallaufkommen und der somit verbesserten Sauberkeit im Ort. Für KonsumentInnen liegen die Vorteile klar auf der Hand. Neben den verringerten Kosten, sind auch der Geschmack und die verbesserte Isolation des Bechers wichtige Punkte. Von den KonsumentInnen wird so Umweltschutz zum Mitnehmen praktiziert. 

Maßnahmen

Zu Beginn des Projekts stellen sich logistische Fragen über die Distribution und die Rückgabe der Becher. Während der Vorbereitung werden laufend neue Mitglieder gesucht. Nachdem die Rahmenbedingungen eines Mehrweg-Kaffebecher-Systems festgelegt wurden, geht es um die Auswahl der Materialien. So sollen diese im besten Fall geschmacksneutral und spülmanschinengeeignet sein. Der Becher selbst wird stapelbar und möglichst stabil konstruiert. Der fertige Becher wird über verschiedene Kanäle beworben. Es gibt z.B. einen Postwurf und Aufkleber für die teilnehmenden Betriebe.