Klobenstein

Ausgangssitutation:

Im Zusammenschluss der beiden Grenzgemeinden Kössen (AT) und Schleching (GER) wurden erste Gedanken zu einer Inszenierung des Naturraumes der Entenlochklamm (Tiroler Ache) im Grenzgürtel Deutschland-Österreichs (Klobenstein) gegründet. Der Ort birgt naturräumliche und historisch geprägte Attraktionen, die durch infrastrukturelle Maßnahmen und pädagogische Vermittlungskonzepte für jeden/r zugänglich gemacht werden soll. 

Das Projekt verfolgt das Ziel, unterschiedliche Ideen und Themen der lokalen Akteure zu einem gemeinsamen Entwicklungsansatz mit verschiedenen Maßnahmenpaketen im Hinblick auf naturräumliche (Topografie), rechtliche (Umweltrecht) und soziale Komponenten zusammenzufassen und mit einer Kosteneinschätzung zu ergänzen. Durch einen partizipativen Prozess hat das Projekt Potenzial für die einheimische Bevölkerung eine identitätsstiftende Wirkung zu erzielen. Kooperationspartner sind die nationalen Tourismusinstitutionen und Bürgermeister. 

Ziele:

Das Grenzgebiet der Nachbargemeinden Kössen/ Österreich-Tirol und Schleching/ Deutschland-Bayern ist seit jeher durch den Austausch von Kultur, Gütern und Dienstleistungen wie auch den gemeinschaftlichen Schutzaufgaben der Bergregion eine sehr eng miteinander verbundene Region.

Ausgehend von der Entdeckung von Gletschertöpfen im Bereich der Entenlochklamm (Tiroler Ache) im Grenzgürtel Deutschland-Österreichs (Klobenstein) entwickelten sich vor Ort erste Ideen, diesen „Fund“ in Form einer geowissenschaftlich aussagekräftigen Aufbereitung zu nutzen und damit ein Angebot für die Region auszubauen. Eine partizipative Vorstudie der Universität Innsbruck ergab, dass das Potenzial der Region hinsichtlich geowissenschaftlicher Aspekte und solcher der Mensch-Umwelt-Beziehung deutlich über diesen Fund hinausgehen kann. Ansatzweise hatte man begonnen diesen grenzüberschreitenden Naturraum für den Menschen begehbar zu machen, jedoch gibt es noch keine geeignete Wegführung, die diese Standorte zugänglich macht. 

Zur weiteren Stärkung des ländlichen Raumes und damit der gesamten Grenzregion um das Kircherl „Klobenstein“, haben die beiden Gemeinden beschlossen, die Entwicklungsarbeit auf den Bereich der Verkehrsinfrastruktur wie auch der Tourismus- und Erholungsplanung auszuweiten. So ist Kern und hauptsächliches Ziel der Zusammenarbeit kommender Jahre, die gemeinsame Entwicklungsplanung und daraufhin Umsetzung von gemeinschaftlichen Maßnahmenpaketen im Bereich der Freizeit und Erholungsplanung wie auch des grenznahen Verkehres mittels Fahrrad/ Bike oder Auto/ ÖPNV sowie zu Fuß.